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Was weiß man über den "Borsdorfer Henkel" ?
Zwischen Nidda und Borsdorf wurde wahrscheinlich 1855 ein bronzener Griff eines Bronzebeckens entdeckt. Das Stück ist heute im Besitz des Hessischen Landesmuseums Darmstadt. Es handelt sich dabei um den berühmten "Borsdorfer Henkel", eine etruskische Arbeit nach griechischen Vorbildern.
Der Griff ist aus einem Ringerpaar gestaltet und war offenbar an einem Fußwaschbecken befestigt. Dargestellt sind zwei nackte Jünglinge, die versuchen, sich aus dem Stand zu werfen. An den Köpfen und Armen sind sie miteinander verbunden. Jeder der jungen Athleten steht auf einer Bogentasche, bestehend aus zwei Voluten, die jeweils in einer Spirale bzw. in einem Blütenknopf enden.
Das Gleichgewicht wird bemerkenswerter Weise dadurch gehalten, daß sie sich mit den Beinen zum einen am Blütenknopf und zum anderen an der Spirale abstützen. Beide blicken dabei in das Beckeninnere. Das Fundstück könnte aus einem Fürstengrabhügel, im Vorfeld des Glaubergs als möglichen Herrnsitz, stammen. Das Fundstück wird in die frühe Latènezeit, in das ausgehende 5. Jahrhundert v.Chr., datiert.
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